Ticketerstattungs-Monitor: Flightright zeigt, welche Airlines nicht zahlen wollen

  • 26 Juni 2020

Berlin, 26. Juni 2020 – Seit dem Ausbruch des Coronavirus und den damit einhergehenden Beschränkungen im Flugverkehr zeigen zahlreiche Airlines ein unfaires Verhalten ihren Passagieren gegenüber. Flightright hat nun einen Ticketerstattungs-Monitor ins Leben gerufen, der das Zahlungsverhalten der Airlines widerspiegelt. Denn noch immer behandeln viele Fluggesellschaften ihre Kunden wie Banken und zahlen ihnen den Ticketpreis für annullierte Flüge nicht zurück. Basierend auf über 50.000 Anfragen von Passagieren bilden die Fluggastrechtsexperten von Flightright mit diesem Monitor die aktuelle Zahlungsbereitschaft der Airlines ab.

Genaue Abbildung des Zahlungsverhaltens der Airlines
Mehr als 50.000 Passagiere haben sich im Zuge der Corona-Krise bereits an Flightright gewandt, weil ihnen die Airlines den Ticketpreis für ausgefallene Flüge nicht erstatten und stattdessen auf Zeit spielen. Der Ticketerstattungs-Monitor bildet das Zahlungsverhalten diverser Fluggesellschaften genau ab und zeigt insbesondere, wie deutsche Airlines dabei abschneiden. Der Monitor macht deutlich, dass der verstärkte Druck durch Flightrights Klagen vor Gericht auf die Airlines wirkt und immer mehr Zahlungen bei Flightright eingehen, um Klagen zu verhindern. Einige Airlines weigern sich aber weiterhin, die Zahlungsforderungen zu erfüllen. Sollte es nötig sein, wird Flightright die Klageintensität gegen diese Fluggesellschaften erhöhen, um Passagieren zu ihrem Recht zu verhelfen.

Zahlungsverhalten passt sich mit Zeit und Druck an
Zu Beginn zeigten alle Airlines eine sehr geringe bis keine Zahlungsbereitschaft. Die Klagewelle durch Flightright und der dadurch zunehmende Druck auf die Fluggesellschaften haben dazu geführt, dass inzwischen einige Airlines, vor allem Easyjet und Singapore Airlines, auf die Zahlungsaufforderungen eingehen. Doch andere, wie beispielsweise Lufthansa und Ryanair, weigern sich weiterhin strikt, den Ticketpreis zu erstatten. “Obwohl eine Staatsbeteiligung bei der Lufthansa immer konkreter wird, zahlt die Airline weiterhin nicht. Und auch Ryanair stellt sich strikt gegen die rechtmäßigen Forderungen, was eine Unverschämtheit den Passagieren gegenüber ist”, sagt Philipp Kadelbach, Geschäftsführer von Flightright. “Wir erwarten in den nächsten Wochen erste Urteile gegenüber der Lufthansa – der Schritt vor Gericht ist bei diesen unfairen Praktiken leider das einzige und richtige Mittel. Das wird auch in unserem Ticketerstattungs-Monitor deutlich”, fasst Kadelbach zusammen.

Flightright erhält Anerkennungsurteil von Easyjet
Einen ersten Erfolg hat die Klagewelle von Flightright bereits eingebracht: Easyjet hat dem Fluggastrechteportal ein Anerkennungsurteil ausgestellt und reagiert deutlich stärker auf die Zahlungsforderungen als andere Fluggesellschaften. Auch weitere private Airlines wie Tuifly und Wizz Air zeigen sich jetzt gegenüber Flightright kompromissbereit und erstatten den Passagieren die Ticketkosten für annullierte Flüge. “Wie erwartet, akzeptieren die Airlines vor Gericht unsere Zahlungsforderungen, die Rechtsprechung bezüglich Ticketerstattungen ist hier eindeutig”, erläutert Oskar de Felice, Rechtsexperte bei Flightright. “Es werden weitere positive Urteile folgen und bei den Airlines zu einem Umdenken führen. Denn sie wissen, dass wir für unsere Passagiere nicht aufgeben werden”, so de Felice.

Hier gelangen Sie zum Ticketerstattungs-Monitor und erhalten weitere Details.