Flightright verklagt Ryanair wegen Streiks

  • 15 August 2018

Flightright verklagt Ryanair wegen Streiks

Berlin, 15. August 2018 – Das führende deutsche Fluggastrechteportal Flightright (www.flightright.de) hat am 14. August vor dem Landgericht Frankfurt am Main Klage gegen die irische Billigfluggesellschaft Ryanair eingereicht. Anlass sind die Streiks des deutschen Ryanair-Personals vergangene Woche.

Ryanair verkündete mehrfach öffentlich, dass die jüngsten Streiks des eigenen Personals ein außergewöhnlicher Umstand seien und sie sämtliche Entschädigungsansprüche ablehne. Die Haltung ist für Flightright nicht nachvollziehbar. Aus diesem Grund hat das Fluggastrechteportal Klage vor dem Frankfurter Landgericht Klage gegen die Airline eingereicht. Dieser Schritt soll eindeutige Rechtsklarheit schaffen und die Rechte der zahlreichen betroffenen Ryanair-Kunden stärken.

Nach Meinung von Flightright beruft sich Ryanair auf eine nicht mehr haltbare Rechtsprechung. Nachdem der Europäische Gerichtshof im April 2018 entschieden hatte, dass Airlines auch bei Streiks zahlen müssen, vorausgesetzt der Streik kommt aus der Einflusssphäre der Airline, können aus Sicht von Flightright keine Zweifel bestehen, dass Ryanair hier verpflichtet ist, seinen Kunden Entschädigungen für den Flugausfall zu zahlen.

Ryanair hat lautstark öffentlich mitgeteilt, dass sie ihre Kunden nach der EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 konsequent nicht entschädigen wollen. Diese Haltung ist verbraucherunfreundlich und gängige Praxis bei Ryanair. So sollen möglichst viele Passagiere mit den gesetzlich vorgeschriebenen Umbuchungen und Ticketpreiserstattungen abgespeist und vorsorglich davon abgehalten werden, die ihnen zustehenden Entschädigungsansprüche einzufordern.

“Wir kämpfen dafür, dass Fluggäste zu ihrem Recht kommen und sich nicht von Ryanairs einseitigen Rechtsansichten entmutigen lassen. Denn für uns ist ganz klar: Ryanair hat durch jahrelanges Lohndumping und Salamitaktik bei Gesprächen mit den Gewerkschaften einen solchen Streik heraufbeschworen. Der Streik ist hausgemacht und war die logische Konsequenz von Ryanairs fragwürdiger Personalpolitik”, so Oskar de Felice, Rechtsexperte bei Flightright.