Impf- und Testpflicht würde Flugreisen wieder einfacher machen

Das große Impfen hat gerade erst begonnen, da werden in der Flug- und Reisebranche die Diskussionen über eine grundsätzliche Impf- und Testpflicht immer lauter. Erste Länder haben bereits beschlossen, künftig nur noch einreisen zu lassen, wer einen negativen PCR-Test vorweisen kann. Warum solche Maßnahmen nötig sind und wie eine Test- und Impfpflicht die Flug- und Reisebranche retten könnten, erklären die Rechtsexperten von Flightright.

Testpflicht notwendig für eine zeitnahe Rückkehr zum Normalbetrieb

Für das Jahr 2020 verzeichnen Reiseanbieter, Hotels und Airlines Verluste in Milliardenhöhe. Die Sorge ist groß, dass aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie auch 2021 die dringend nötigen Einnahmen ausbleiben. Weil die Angst vor einer Ansteckung im Flugzeug oder am Reiseziel groß ist, scheuen viele Reisende das Fliegen und setzen lieber auf Auto und Wohnmobil. Eine Möglichkeit, Flugreisen wieder attraktiv zu machen, sieht Flightright in einer grundlegenden Testpflicht vor dem Fliegen: „Wenn sich alle Passagiere vor einem Flug auf Corona testen lassen müssen, hilft das dabei, das Vertrauen in die Sicherheit des Flugbetriebes wiederherzustellen“, so Philipp Kadelbach, Gründer von Flightright. „Natürlich haben wir auch aus betrieblicher Sicht ein Interesse daran, dass der Flugverkehr wieder zunimmt. Als Verbraucherplattform wägen wir aber vor allem die Interessen der Verbraucher ab. Und für diese steht sicheres Verreisen und Fliegen an oberster Stelle. Daher finden wir eine Testpflicht in der jetzigen Situation völlig angemessen. Die Kosten für einen Schnelltest am Flughafen könnten beispielsweise bereits im Reisepreis enthalten sein.“

Unterstützung jeglicher Maßnahmen, die Flug- und Reisebranche retten

Ein wenig Hoffnung auf Besserung machen die bereits zugelassenen Impfstoffe, doch bis zur Herdenimmunität und der damit verbundenen Rückkehr der Reisefreiheit ist es noch ein weiter Weg. In der Reisebranche werden immer mehr Stimmen laut, die in einer generellen Impfpflicht die Erholung der Flug- und Reisebranche sehen. Einige Airlines setzen eine Impfung mit entsprechendem Nachweis jetzt schon voraus. So hat beispielsweise die arabische Fluggesellschaft Emirates ihr gesamtes Flugpersonal impfen lassen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, unter welchen Umständen Flugreisen und Auslandsaufenthalte wieder möglich sein werden. Dürfen in Zukunft nur noch Geimpfte verreisen? Dazu Kadelbach: „Wir begrüßen jegliche Maßnahmen, die für die Erholung der Flug- und Reisebranche nötig sind. Eine Impflicht halten wir grundsätzlich für möglich und werden wir unterstützen, sollte es so kommen. Denn nur wenn die Infektionsraten sinken und uneingeschränktes Reisen wieder möglich ist, werden Airlines ihre früheren Fluggastzahlen erreichen. Eine Maskenpflicht unterstützen wir ebenso, weil diese Maßnahme Verbraucher beruhigt und gleichzeitig vor Ansteckung schützt. Die Flug- und Reisebranche braucht solche Maßnahmen, um ihre frühere Stärke zurückzuerlangen.“