Lufthansa und Corona: Was Passagiere wissen müssen

Genau wie alle anderen Fluggesellschaften ist auch Deutschlands größte Airline von den Folgen der Corona-Krise betroffen. Seit Anfang März gab es aufgrund weltweiter Reisewarnungen und Grenzschließungen Tausende Flugausfälle. Leider warten viele Lufthansa-Passagiere bis heute vergeblich auf eine Rückzahlung der Ticketkosten. Aktuell bietet Lufthansa Reisenden lediglich Umbuchungen oder Gutscheine an. Und das, obwohl Passagiere nach EU-Fluggastrechte-Verordnung bei Flugausfall Anspruch auf Rückzahlung der Ticketkosten haben. Die Berichterstattung zur Situation der Lufthansa beunruhigt viele Reisende und wirft Fragen auf: Muss Lufthansa einen Insolvenzantrag stellen? Benötigt die Lufthansa Staatshilfen? Was passiert, wenn keine Staatsbeteiligung zustande kommt? Warum bietet mir die Lufthansa nur einen Gutschein als Erstattung an? Wann fliegt die Lufthansa wieder normal? Das Expertenteam von Flightright gibt einen Überblick über die aktuelle Situation und erklärt Ihre Rechte bei  Flugausfällen mit Lufthansa.

JETZT TICKETERSTATTUNG ERHALTEN

Wie erhalte ich eine Erstattung für meinen Flugausfall mit der Lufthansa?

Das wichtigste zuerst: Passagiere haben bei einem Flugausfall wegen Corona mit der Lufthansa ein Anrecht auf eine Erstattung ihres Ticketpreises. Laut EU-Recht ist Lufthansa verpflichtet, Passagieren eine Umbuchung bzw. Ersatzbeförderung oder eine Flugerstattung anzubieten. Auch in Corona-Zeiten müssen Airlines innerhalb der gesetzlichen Frist von 7 Tagen den Ticketpreis erstatten. Ganz wichtig: Passagiere können auf einer Rückzahlung der Ticketkosten bestehen. Zwar kann die Airline auch einen Gutschein anbieten, Reisende müssen diesen jedoch nicht akzeptieren. 

Eine aktuelle Flightright-Umfrage unter Passagieren zeigt, dass Lufthansa den eigenen Kunden momentan in der deutlichen Mehrheit der Fälle nur Gutscheine anbietet. Wenn Sie das auch erlebt haben, unterstützen wir Sie gerne bei der Durchsetzung Ihrer Erstattungsansprüche gegenüber Lufthansa. Denn auch wenn Ihr Flug wegen Corona nicht stattfinden konnte, haben Sie das Recht Ihr Geld zurückzuverlangen. 

JETZT TICKETERSTATTUNG ERHALTEN

Benötigt die Lufthansa Staatshilfen?

Viele Airlines, darunter Austrian Airlines und Air France, beantragen derzeit Staatshilfen. Weil tausende Flüge ausfallen, machen Fluggesellschaften aktuell nur sehr eingeschränkt Umsatz. Die Lufthansa ist aktuell in Gesprächen mit der Bundesregierung. Aktuell verhandeln Lufthansa und Bundesregierung darüber, zu welchen Bedingungen eine staatliche Beteiligung realisiert werden kann (Stand: 15. Mai 2020). Lufthansa bevorzugt einen möglichst geringen staatlichen Einfluss. Die Regierung wünscht sich – auch um zukünftige Arbeitsplätze zu sichern – im Gegenzug zu finanzieller Unterstützung ein aktives Mitbestimmungsrecht. 

Nach Einschätzung von Flightright ist eine staatliche Beteiligung im Sinne der Passagiere und daher zu begrüßen. Die Tausenden Flugausfälle wegen Corona, sind ein Ereignis, das niemand vorhersehen konnte. Die Staatshilfen würden helfen, Lufthansas Liquidität zu sichern. Auf diese Weise könnte die Airline ihren Kunden Erstattungen für die Flugausfälle der vergangenen Wochen zahlen und hätte keinen Grund mehr aus finanziellen Erwägungen die Passagierrechte zu missachten und nur Gutscheine anzubieten.

Was passiert, wenn die Lufthansa einen Insolvenzantrag stellt?

Nach eigener Aussage prüft Lufthansa auch ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung (Stand. 18. Mai 2020) für den Fall, dass es keine Einigung mit der Bundesregierung gibt. Für Passagiere wäre dies kein gutes Szenario. Die Erstattungsforderungen der Corona-Flugausfälle könnte die Airline dann als Bestandteil der Insolvenzmasse auflisten. Für die meisten Passagiere würde das bedeuten, dass für sie kaum Hoffnung besteht ihr Geld wiederzusehen. Aus der Insolvenzmasse würden sie wahrscheinlich nur noch Kleinstbeträge erhalten oder im schlimmsten Fall sogar leer ausgehen. 

Es ist zu vermuten, dass Lufthansa diese Erwägung vorrangig als Druckmittel gegenüber der Bundesregierung nutzt. Eine Staatshilfe wäre für alle Beteiligten der bessere Weg, insbesondere für die Passagiere der Lufthansa, die von Corona getroffen sind. Längerfristig könnte Lufthansa auch bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung staatliche Hilfe benötigen. Am Ende würden Passagiere und Verbraucher doppelt bezahlen. Einmal über den ursprünglich gezahlten Ticketpreis und zusätzlich über Steuergelder in Form einer Staatshilfe.

Was kann ich als Lufthansa-Passagier tun?

Ruhe bewahren. Wenn Sie keinen Gutschein wollen, sollten Sie gegenüber der Airline auf Ihrem Recht  bestehen. Lufthansa reagiert nicht auf Ihre Forderung oder versucht sie abzuwimmeln? Dann übernimmt Flightright den Fall. Mit unserem Service zur Ticketrückerstattung und jahrelanger Expertise auf dem Gebiet der Fluggastrechte, sorgen wir dafür, dass Lufthansa Ihnen das Geld für Ihren wegen Corona ausgefallenen Flug zurückzahlt.

JETZT TICKETERSTATTUNG ERHALTEN