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Entschädigung für Dienstreisen bei verspäteten Flügen

Auf einer Geschäftsreise ist der Zeitplan eng gestrickt. Wenn sich da der Flieger verspätet oder gar ausfällt, verpasst man leicht seine Folgetermine und das sorgsam ausgeklügelte Termingerüst fällt in sich zusammen. Das ist überaus ärgerlich. Doch es gibt eine gute Nachricht: Geschäftsreisenden kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung zustehen.

Flugverspätung während Geschäftsreise

Prüfen Sie mit unserem Entschädigungsrechner, ob Ihnen eine Entschädigung zusteht und beauftragen Sie Flightright bequem online mit der Durchsetzung Ihres Anspruchs.

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Sie haben grundsätzlich persönlich Anspruch auf die Entschädigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten - auch wenn der Arbeitgeber den Flug bezahlt hat
Einzige Ausnahme: Es wurde vertraglich anders mit dem Arbeitgeber vereinbart.

Steht Ihnen eine Entschädigung bei Dienstreise zu?

Geschäftsreisende haben häufig Zweifel, ob Sie Ihren Entschädigungsanspruch während der Dienstreise geltend machen können - immerhin steht der eigene Name nicht auf der Rechnung, sondern der der Firma. Laut EU-Verordnung steht die Ausgleichszahlung jedoch dem Fluggast zu - das ist in diesem Fall der Geschäftsreisende, der auch den Schaden mit der Verspätung hatte. Alles, was Sie zum Einreichen des Entschädigungsanspruches benötigen, sind Flugnummer, Datum und der Name des Fluggastes. Aber Achtung: Sollten Sie mit Ihrer Firma vertraglich festgelegt haben, dass Ihnen die Entschädigung nicht zusteht, dann dürfen Sie natürlich nicht den Anspruch ohne Wissen der Firma durchsetzen.

Verspätet sich also der Abflug Ihrer Dienstreise um über zwei Stunden haben Flugreisende Anspruch auf Versorgungsleistungen durch die Airline. Ab drei Stunden Verspätung haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung. Je nach Flugstrecke muss Ihnen die Fluggesellschaft bis zu 600 Euro zahlen, vorausgesetzt, die Gesellschaft ist selbst für die Verspätung verantwortlich. Gleiches gilt auch für annullierte Flüge.

Wie hoch ist die Entschädigung bei einer Flugverspätung?

Falls die Airline selbst für die große Verspätung verantwortlich ist, haben die Passagiere das Recht auf eine Ausgleichszahlung. Ab einer Verspätung von drei Stunden sind dies 250 bis 600 Euro. Der Betrag ist dabei gestaffelt in 250, 400 und 600 Euro und ist abhängig von der Länge der Flugstrecke:

  • Bei einer Distanz unter 1.500 km werden 250 Euro an den Fluggast ausgezahlt.
  • Ist die Strecke 1.500 bis 3.500 km lang, erhalten Sie 400 Euro.
  • Bei über 3.500 Kilometern stehen Ihnen 600 Euro zu.

Dabei ist es völlig unerheblich, wie teuer der Flug war - auch Billigflieger fallen unter den Schutz der EU-Verordnung und sind entschädigungsberechtigt.

Auflistung der Entschädigungsstufen nach Strecke

Wie erhalte ich Entschädigung bei meiner Flugverspätung?

Es ist oft nicht einfach, die Ansprüche gegenüber der Airline geltend zu machen. Die Airlines blockieren, ignorieren oder vertrösten häufig und streiten jede Verantwortung ab. Wir sind darauf spezialisiert, Ihre Fluggastrechte durchzusetzen und haben mit unserer Erfahrung seit 2010 bereits über 100.000.000 € für unsere Kunden durchgesetzt. Kostenlos und unverbindlich prüfen wir, ob Sie anspruchsberechtigt sind. Dazu müssen Sie einfach nur Ihre Flugdaten online bei uns eingeben und schon ermitteln wir die tatsächliche Ankunftszeit des Fliegers, vergleichen Wetter- und Flugdatenbanken und gleichen Ihren Flug mit ähnlichen Fällen ab. In wenigen Minuten erfahren Sie, ob Sie Anspruch auf Entschädigung haben. Warum 600 € liegen lassen? Geben Sie gleich Ihre Flugnummer und das Flugdatum in unseren kostenlosen Entschädigungsrechner ein.

Wenn Sie anspruchsberechtigt sind, können Sie uns mit nur einem Klick beauftragen. Von da an übernehmen wir die Kommunikation mit der Airline und holen Ihnen Ihr Geld zurück. Wir kümmern uns seit vielen Jahren um die Durchsetzung von Fluggastrechten. Unsere Erfahrung und unsere Rechtsexpertise machen uns zur Nummer eins auf dem Gebiet. Unsere Erfolgsquote ist enorm hoch, auch bei der gerichtlichen Durchsetzung liegt sie bei 98 %.

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Weniger Stress auf Geschäftsreisen

Geschäftsreisen boomen. Über 175 Millionen Mal schickten deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter auf eine dienstlich veranlasste Reise, und zwar allein im Jahr 2014. Die Unternehmen kostete das rund 45 Milliarden Euro - die Geschäftsreisenden selbst kostete es vor allem Zeit und Nerven. Enge Zeitpläne machen das Pendeln zwischen Flughafen, Hotel und Meeting oft zu einer Tortur. Wenn dann auch noch der Flieger zu spät abhebt, ist Stress vorprogrammiert. Wir entstressen Ihre nächste Geschäftsreise: Mit wissenswerten Fakten zum Arbeitsrecht, Packlisten und Stresskillern.

Wir informieren Sie über

  • Die Top-Geschäftsreiseziele
  • Stress auf Dienstreisen
  • Hilfreiche Business Travel Hacks und Packlisten
  • Dienstreisen und Arbeitsrecht - Bonusmeilen, Abstecher, Arbeitszeit
  • Entschädigung für dienstliche Flugreisen

Etwa jede vierte Reise ist eine Dienstreise

Reisen verbinden viele mit Sommer, Sonne und Urlaub. Doch allzu oft ist der Anlass beruflicher Natur - ob Geschäftstermine in anderen Städten oder Ländern oder der Besuch von Kongressen und Messen. Ungefähr jede vierte Reise von Europäern nach Deutschland war eine dienstlich verordnete Reise. Geschäftsreisen sind oft kurz und dauern nur einen Tag (55 %), weniger als jede fünfte Reise erstreckt sich über vier oder mehr Tage. Die weltweiten Top-Geschäftsreiseziele waren Shanghai, Moskau und Peking (Stand 2012). Die Reisebüros freut's: Am meisten verdienten die BCD Travel, FCM, (DER)/Derpart und Lufthansa City Center (LCC) am beruflich verordneten Reisen, im Segment Geschäftsreisen waren sie laut Statista (2015) die umsatzstärksten.

Stressfaktor Dienstreisen

Tschüss Büro-Routine, hallo Geschäftsreise. Für viele klingt es erst einmal spannend, schließlich warten eine neue Stadt, neue Menschen und viele neue Eindrücke auf den Reisenden… Doch die Realität sieht oft anders aus: Man hetzt vom Flughafen zum Hotel zum Meeting und dann wieder zum Flughafen. Die Termindichte ist hoch, für Stadtbesichtigungen bleibt da meist keine Zeit. Viele Dienstreisende klagen zunehmend über Stress. Auch, weil die Reisekostenbudgets immer knapper werden und oft das günstigste, und nicht das am besten gelegene Hotel gebucht wird.

Zusätzliche Stressfaktoren für Dienstreisende

  • leerer Handy-Akku
  • kein Bargeld in der Landeswährung
  • Orientierungsschwierigkeiten (Schilder etc. nicht lesbar)
  • Wecker- oder Handy-Klingeln im Flugzeug
  • Zielbahnhof verpasst
(laut Studie Chefsache Business Travel 2015 des Deutschen ReiseVerbands (DRV))

Geschäftsreisen machen krank

Wer ständig reist, altert schneller, wird depressiv und einsam und hat eine geringere Lebenserwartung, ergab eine internationale Metastudie der University of Surrey und der Linnaeus University. Und gerade Vielflieger trifft es besonders hart: Ihr Risiko an einer Lungenembolie oder Thrombose zu erkranken verdoppelt sich, sie erleiden auch häufiger einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Doch nicht nur körperlich fordert das ständige Reisen seinen Tribut, auch das Sozialleben leidet: Die Bindung zu den eigenen Kindern ist oft gestört, und auch die Scheidungsrate bei vielfliegenden Geschäftsleuten ist deutlich erhöht.

WLAN, Akku und Co.

Mit diesen Business Travel Hacks reisen Sie leichter
  • WLAN - Mit einem eigenen, portablen WLAN-Router können Sie auch unterwegs am Flughafen oder in der Bahn arbeiten
  • Portable Akkus - Damit können Sie auch ohne direkte Stromverbindung Ihren Laptop oder Ihr Handy neu aufladen
  • Google StreetView - Auch für Bahnhöfe und Flughäfen können Sie bereits vorab die besten Wege zum richtigen Gate oder Gleis auskundschaften
  • Trinken - Gerade auf Flugreisen sollten Sie drei Liter Wasser am Tag zu sich nehmen. Wasserflaschen mit integriertem Filter sind eine gute und umweltfreundliche Investition: Sie filtern fast 100 % aller Schad- und Schmutzstoffe aus dem Wassern
  • Dokumente digitalisieren - Scannen Sie Dokumente wie Ausweis, Führerschein und Tickets ein und digitalisieren Sie sie
  • Knitterarmes Packen: Kleidungstücke rollen. Schwere Sachen nach unten bzw. auf die Seite legen, wo die Rollen sind. Hosen, Röcke, Kleider ungefaltet über den Kofferrand hinaus hängend hinlegen, ein paar Shirts darauf legen und den Rest darüberklappen. Hemden und Blusen zuknöpfen und mit einer Zwischenlage aus T-Shirts oder Seidenpapier ausstatten.

Packlisten: So vergessen Sie nichts

  • Zeitplan: Wie lange dauert die An- und Abreise bzw. die Meetings? Gibt es eine Zeitverschiebung?
  • Ist alles organisiert? Flüge, Bahn, Mietwagen, Hotel, Visum, Impfbescheinigung, internationaler Führerschein, Einlasskarten für Vorträge, Konferenzen, Seminare und Abendveranstaltungen?
  • Ist alles dabei? Flugnummern, Reservierungsnummern, Adressen und Rufnummern vom Hotel und allen Gesprächsteilnehmern, Wegbeschreibungen, Kreditkarte
  • Geschäftsausstattung: Visitenkarten, geschäftliche Unterlagen, Firmenprospekte, Präsentationsunterlagen, eventuell Wörterbuch, Blöcke und Stifte, Briefpapier, Umschläge, Briefmarken, Stempel, Diktiergerät, Taschenrechner, Handy, Laptop, Ladegerät, Werbepräsente, ggf. Adapter
  • Abwesenheit vorbereiten: Müssen andere (parallele) Projekte verwaltet oder storniert werden? Zu klärende Wiedervorlagen? Wer vertritt Sie, wer ist unterschriftsberechtigt? Telefon und Mails sind umgeleitet? Oder haben Sie eine Abwesenheitsnotiz eingerichtet?

Was Sie noch nicht wussten - Dienstreisen und Arbeitsrecht

Die wichtigsten Dienstreise-Urteile

1. Reisezeit ist keine Arbeitszeit
Wenn Sie für die Hin- und Rückreisezeiten öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist dies keine entgelt- oder arbeitszeitrechtlich als Arbeitszeit zu wertende Zeit, da Sie die Gestaltung selbst bestimmen können und zum Beispiel Lesen, Dösen und Termine planen können. Anders verhält es sich, wenn Sie auf Anweisung des Chefs auf der Reise arbeiten müssen: Sichten Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln Unterlagen oder bereiten einen Vortrag vor, geht das auf das Arbeitszeitkonto (Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Urteil vom 11. 7. 2006 – 9 AZR 519/05)).
2. Bonusmeilen gehören dem Arbeitgeber
Der Arbeitnehmer muss Bonusmeilen, die aus einem Vielfliegerprogramm für dienstlich veranlasste und vom Arbeitgeber bezahlte Flüge erworbenen wurden, an seinen Arbeitgeber geben. Der Arbeitgeber darf verlangen, dass der Arbeitnehmer diese Bonusmeilen im Interesse des Arbeitgebers einsetzt (BAG, Urteil vom 11.04.2006 - 9 AZR 500/05).
3. Abstecher auf Dienstreise
Es besteht kein Anspruch auf Versicherungsleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn Sie auf einer Dienstreise einen größeren Abstecher machen und dabei verunglücken - auch wenn grundsätzlich auf dem Weg zur Unterkunft und zum Ort des Einsatzes Versicherungsschutz bestehe - für einen großen Umweg (zum Beispiel einen Verwandtenbesuch in einem 60 Kilometer entfernten Ort) gelte dies nicht (BSG, Urteil vom 14.12.1995 - 2 RU 21/94).
Abrechnung der Dienstreise

So rechnen Sie Ihre Dienstreise ab

Die Rechtsprechung im Bereich Dienstreise ist leider nicht einheitlich. In Tarifverträgen, im Arbeitsvertrag oder in Betriebsvereinbarungen können durchaus Abweichungen oder Besonderheiten formuliert sein. Deshab sollten Sie als Arbeitnehmer schon vor der Geschäftsreise alle offenen Punkte klären.

  • Fragen Sie nach, ob in Ihrem Unternehmen Dienstreisen auf die Arbeitszeit angerechnet werden
  • Klären Sie, ob und wie Sie ein Familienmitglied oder Ihren Partner auf eine Dienstreise auf eigene Kosten mitnehmen können
  • Wählen Sie ein Hotel, das verhältnismäßig ist. Luxushotels bezahlt in der Regel weder das Finanzamt noch der Arbeitgeber
  • Sammeln Sie Ausgabenbelege, wenn Sie mehr als nur die Tagespauschale erstattet haben möchten
  • Lassen Sie sich am besten gleich einen Vorschuss vom Arbeitgeber geben, wenn Sie mit hohen Auslagen rechnen
  • Machen Sie Ihre Reisekostenabrechnung zeitnah und korrekt. Für falsche und überhöhte Abrechnungen können Sie gekündigt werden
  • Fahren Sie mit dem Auto können Sie die tatsächlichen Kosten abrechnen (Belege nicht vergessen) oder die Kilometerpauschale ansetzen, bei Bahn- und Flugfahrten die tatsächlichen Kosten

Was steht Dienstreisenden bei einer Flugverspätung zu?

  • Ab 3 Stunden Flugverspätung haben Sie Anspruch auf Entschädigung
  • Auch bei annullierten Flügen können Sie eine Ausgleichszahlung erhalten
  • Ihnen stehen 250 bis 600 Euro durch die Airline zu
  • Ab 2 Stunden Verspätung muss die Airline Snacks und Getränke bereitstellen
  • Nicht Ihr Chef, sondern Sie erhalten die Entschädigung
  • Sie brauchen keine Reiseunterlagen

Grundlage ist die EU-Fluggastrechte-Verordnung 261/2004

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