Flugausfall wegen Coronavirus

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2020

Aus aktuellem Anlass streichen viele Fluggesellschaften ihre Flüge. Der Grund: die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus. Mittlerweile beeinträchtigen die Maßnahmen zur Eindämmung der Weiterverbreitung des Virus den Flugverkehr in Europa und darüber hinaus. Länder verhängen Einreisestopps, z.B. die USA, und es gibt Grenzschließungen. Diese Entwicklungen werden auf unbestimmte Zeit zu einer weiteren starken Reduzierung der Flüge führen. Viele Fragen kommen auf: Welche Rechte habe ich? Kann ich als Passagier für einen Flugausfall aufgrund der Corona-Lage Entschädigung oder eine Erstattung erhalten? Unser Team erklärt kurz und kompakt Ihre Rechte bei einem Flugausfall wegen Coronavirus. 

TICKETERSTATTUNG ERHALTEN

Flug wegen Coronavirus abgesagt. Was tun?

Sollte der Flug wegen Corona abgesagt werden, ist die Fluggesellschaft verpflichtet, Ihnen den Ticketpreis zu erstatten, eine Ersatzbeförderung oder eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt anzubieten. Sie können somit für einen Flugausfall aufgrund von Coronavirus zumindest Ihr Geld zurückbekommen – insbesondere dann, wenn die Airline Ihnen keinen Alternativflug anbieten kann. Dies ist in Artikel 8 der EU-Fluggastrechte-Verordnung geregelt. Anstelle einer Rückzahlung der Ticketkosten können Airlines auch einen Gutschein anbieten. Passagiere haben jedoch die Wahlfreiheit und können auf einer Auszahlung des Betrages bestehen. Flightright hilft Ihnen, die Ticketkosten für Ihren gestrichenen Flug von der Airline zurückzubekommen. Jetzt mit Flightright zur Ticketkostenerstattung.

Gilt der Annullierungsgrund “Coronavirus” als außergewöhnlicher Umstand?

Gemäß EU-Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 liegt ein außergewöhnlicher Umstand vor, wenn der Grund für die Verspätung oder Annullierung außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegt. Die EU-Kommission teilte am 18. März 2020 mit, dass die Covid-19-Pandemie bzw. die Maßnahmen zu deren Eindämmung als außergewöhnlicher Umstand zu bewerten seien.

Coronavirus: Wann steht mir trotzdem eine Entschädigung für Flugausfall zu?

Passagiere fragen sich: “Flugausfall? Corona? Entschädigung?” Nach unserer derzeitigen Einschätzung können Entschädigungsforderungen unter bestimmten Voraussetzungen berechtigt sein. Dies könnte bei folgender Konstellation der Fall sein: 

  • Die Airline hat den Flug aus wirtschaftlichen Gründen gestrichen
  • Für die Flugstrecke lagen keine Einschränkungen durch Grenzschließungen vor
  • Es gab keine offizielle Reisewarnung für das Zielgebiet

Hat die Airline Sie weniger als 14 Tage vor dem geplanten Abflug informiert, ist es möglich, dass Ihnen eine Entschädigung zustehen könnte. Hat die Airline die Flugstreichung jedoch mehr als 14 Tage im Voraus angekündigt, besteht kein Anspruch auf eine Entschädigungszahlung.

Viele Airlines geben als Grund an, dass außergewöhnliche Umstände vorlägen. Das trifft nicht in jedem Fall zu. Dass die Nachfrage aufgrund des Ausbruchs des Virus signifikant gesunken ist und deshalb nicht ausgebuchte Flüge annulliert wurden, basiert auf wirtschaftlichen Überlegungen und könnte eine Entschädigungszahlung begründen. Unsere Experten verfolgen die Entwicklungen aufmerksam und evaluieren die rechtliche Lage für Reisende täglich neu. Wir unterstützen Sie gern und prüfen Ihren Flug. Prüfen Sie kostenlos Ihren Flug.

Welche Möglichkeiten haben Passagiere, wenn sie ihren Flug vorsorglich stornieren wollen?

Der Flugverkehr ist bereits stark eingeschränkt. Zudem hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung herausgegeben. Wer nicht mehr fliegen will und seine Reise verschieben oder absagen möchte, kann sich vorsorglich an die Airline wenden. Ob die Ticketkosten in voller Höhe erstattet werden, hängt von der Airline und dem Einzelfall ab. Viele Airlines bieten dieser Tage jedoch Kulanzregelungen für Stornierungen an.

Wie kann ich mich bei Flügen vor dem Coronavirus schützen?

Unsere Empfehlung: Vermeiden Sie unnötige Flugreisen und halten Sie allgemeine Hygienevorschriften ein. Verfolgen Sie aktuelle Meldungen und Reisewarnungen. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts.

Flugausfall wegen Grenzschließung: Welche Rechte habe ich?

Zahlreiche Länder in und außerhalb Europas haben bereits begonnen ihre Grenzen zu schließen, um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Länder folgen werden. Fällt ein Flug aufgrund der Schließung von Grenzen oder eines Einreisestopps aus, haben Reisende keinen Anspruch auf Entschädigung. Es handelt sich hierbei um einen außergewöhnlichen Umstand. Passagiere können sich die Ticketkosten erstatten lassen bzw. umbuchen.

Was kann ich tun, wenn ich am Urlaubsort festsitze, weil mein Rückflug wegen des Coronavirus ausfällt?

Generell gilt: Reisende haben mit der Airline bzw. dem Reiseveranstalter einen Beförderungsvertrag. Das heißt, dass sie einen Anspruch auf eine Ersatzbeförderung oder Umbuchung haben, um nach Hause zu kommen. 

Wird der Rückflug gestrichen, sollten sich Passagiere für eine alternative Beförderung direkt an den Reiseveranstalter bzw. die Airline wenden. Gibt es keine Aussicht auf eine zeitnahe Ersatzbeförderung oder ist eine Ausreise aufgrund von Grenzschließung nicht möglichen, können Reisende Kontakt zum Deutschen Konsulat vor Ort aufnehmen. Die Bundesregierung hat mit Unterstützung durch die Airlines bereits damit begonnen Urlauber und andere Reisende zurück nach Deutschland zu bringen.

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