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Flugsommer 2018: Flightright zieht Bilanz

Berlin, 19. September 2018 – Mit einer Verdoppelung der Flugverspätungen und -annullierungen neigt sich der Sommer 2018 seinem Ende zu. Eine Analyse von Flightright, dem Marktführer unter den Fluggastrechteportalen, zeigt: es handelt sich um eine historische Rate an Problemflügen.

Komplikationen nehmen historisches Ausmaß an

Die Turbulenzen im europäischen Luftraum haben sich in diesem Sommer verschärft und insbesondere deutsche Passagiere waren davon betroffen.
In diesem Sommer haben wir so viele Störungen im deutschen Luftraum wie noch nie erlebt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl an Flugannullierungen und Verspätungen von über drei Stunden mehr als verdoppelt„, kommentiert Sebastian Legler, CEO von Flightright. Von Mai bis August 2018 stiegen die Annullierungen und Verspätungen von in Deutschland gestarteten Flügen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als 100 Prozent.

Die Auslöser müssen die Airlines bei sich selbst suchen

Für Sebastian Legler sind die Hauptgründe für den enormen Anstieg an Problemen der Fluggesellschaften selbstgemacht. „Im deutschen Flugverkehr gab es 2018 einige Schwierigkeiten. Fluggesellschaften wie EasyJet und Eurowings haben zum Beispiel ohne die notwendigen Investitionen zu tätigen versucht, die Lücke zu schließen, die andere Fluggesellschaften wie Air Berlin hinterlassen haben„, ergänzt er.

Für die kommende Zeit fällt die Prognose von Flightright positiv aus: Die Anzahl von Störungen wird nach Ende des Sommers wieder abnehmen. Was vom Flugsommer 2018 aber bleibt ist eine gesteigerte Wahrnehmung der Probleme des Flugverkehrs und auf Seiten der Reisenden ein besseres Verständnis für ihre Rechte im Fall einer Flugstörung. Diese können für eine Annullierung oder eine Flugverspätung über 3 Stunden zwischen 250 und 600 Euro Entschädigung von den Fluglinien einfordern – und das bis zu drei Jahre nach Flug. „Die Passagiere werden sich ihrer Rechte zunehmend bewusst, was auch zu einem deutlichen Anstieg der Entschädigungskosten für die Fluggesellschaften geführt hat„, so Sebastian Legler abschließend.

Schummelei statt Lösungen?

Statt sich der Auslöser der vielen Annullierungen und Verspätungen anzunehmen, kann Flightright bei einigen Fluggesellschaften einen neuen Trend beobachten. Um ihre Pünktlichkeit zu verbessern und lange Verspätungen mit möglichen Entschädigungsforderungen zu umgehen, erhöhen die Airlines die tatsächliche Flugzeit. So wird beispielsweise ein Berlin-Bordeaux-Flug, der normalerweise etwa 2 Stunden und 10 Minuten gedauert hätte, mit einer Flugzeit von 2 Stunden und 30 Minuten angezeigt. Diese Taktik ermöglicht es den Fluggesellschaften, Verspätungen aufzuholen und damit eine Entschädigung zu umgehen. Flightright verfolgt diese neuen Gewohnheiten aufmerksam.

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