Flightright-Ticketerstattungs-Monitor

Viele Passagiere in Deutschland und Europa sind in den vergangenen Monaten in zweierlei Hinsicht frustriert: Nicht nur fiel die Mehrheit der Flüge wegen der Corona-Krise aus, die Passagiere müssen sich zusätzlich auch mit der Kompromisslosigkeit vieler Airlines auseinandersetzen. Denn einige von ihnen behandeln die eigenen Kunden wie Banken. Anstatt die Ticketkosten für annullierte Flüge zurückzuerstatten, spielen sie auf Zeit – Geld sehen die meisten Passagiere erst einmal nicht oder es werden nur Gutscheine angeboten. Über 50.000 Anfragen dieser Art erhielt Flightright bislang von betroffenen Passagieren. Flightright kämpft für das Recht der Reisenden auf Ticketerstattung und geht für sie auch vor Gericht. Welche Erfahrungen Flightright bisher mit den Airlines in puncto Ticketerstattungen macht und wie die deutschen Airlines abschneiden, zeigt der aktuelle Flightright-Ticketerstattungs-Monitor.

Zahlen die Airlines Ticketerstattungen?

Die Übersicht zeigt die Zahlungsfreudigkeit der Airlines gegenüber Flightright. Viele Airlines wie beispielsweise Lufthansa und Ryanair blocken Erstattungsforderungen noch immer ab. Insbesondere der Fall von Lufthansa zeigt, dass Airlines teilweise ein fragwürdiges Spiel mit den Geldern ihrer Kunden treiben. Obwohl die Fluggesellschaft Staatsgelder in Milliardenhöhe erhält, müssen viele Kunden weiterhin auf die ihnen gesetzlich zustehende Erstattung der Tickets, die sie oftmals schon vor vielen Monaten bezahlt haben, warten. Gegen Fluggesellschaften, die weiterhin nicht zahlen, geht Flightright vor Gericht, um auf eine Verhaltensänderung hinzuwirken.

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Informationen zum Monitor

Anfang April ist Flightright mit einem neuen Produkt zur Ticketerstattung gestartet. In weniger als drei Monaten hat Flightright bereits über 50.000 Anfragen erhalten. Der Monitor zeigt im Detail, wie sich das Zahlungsverhalten der Fluggesellschaften gegenüber Flightright über die verschiedenen Kalenderwochen (CW) verändert. Die Prozentzahlen pro Airline zeigen an, wie viele der eingereichten Ticketforderungen von der jeweiligen Fluggesellschaft schon beglichen wurden. Gelistet werden die Airlines absteigend nach geleisteten Zahlungen pro Kalenderwoche. Zusätzlich ermöglicht die Grafik, Airlines nach ihrem Sitz zu filtern (jeweils eine andere Farbe im Balkendiagramm).

Der abgebildete Gesamtzeitraum beginnt bei Kalenderwoche 17 (ab 20.04.2020). Die Daten werden regelmäßig aktualisiert.

Fairness nur bei wenigen Airlines

“Wir beobachten seit Monaten bei vielen Airlines einen systematischen Rechtsbruch, die Ticketkosten trotz klarer Rechtslage einfach nicht zurückzahlen,” sagt Flightright-Gründer Philipp Kadelbach. Eine gesetzliche Gutschein-Pflicht, auf die viele Fluggesellschaften gehofft haben, gibt es nicht und Airlines kommen ihren Verpflichtungen gegenüber den eigenen Kunden nicht nach. Das lässt sich nur zum Teil mit einer Überlastung aufgrund zu vieler Nachfragen von Kunden erklären. Verbraucher sind von dieser nie dagewesenen Krise ebenso betroffen wie die Fluggesellschaften. Kaum eine Airline verhält sich derzeit gesetzestreu und zahlt den Fluggästen den Ticketpreis zurück. Tatsächlich werden Kunden hingehalten, verunsichert und sogar über ihre Rechte getäuscht. 

Die aktuelle Lage darf für die Fluggesellschaften keine Entschuldigung sein, gegen geltendes Recht zu verstoßen und Erstattungen abzuweisen oder zu verzögern. Der Schritt vor Gericht ist für Flightright eine logische Konsequenz, um den Erstattungsprozess im Sinne aller Kunden zu beschleunigen und die Airlines zu einem schnellen Umdenken in puncto Erstattungszahlungen zu bewegen. Wer auf eigene Faust für seine Rechte kämpft, den ignorieren Fluggesellschaften leider häufig. Setzen wir uns ein, ist der Druck auf die Airlines erheblich höher.

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